Sonntag, 24. Dezember 2017

REZENSION zu Caroline hat einen Plan

Information zum Buch

Titel: Caroline hat einen Plan
Originaltitel: Konsten att vara Caroline


Autor: Peter Barlach
Seitenzahl: 368
Verlag: Harper Collins
ISBN: 978-3-95967-152-1
Preis: 14,00 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Caroline ist eine normale Angestellte an der Fleischtheke eines Supermarkts. Ihr großer Traum ist es aber einen Tapas Laden zu eröffnen mit dem Namen Carolines Tapas. Dafür braucht sie nur eine menge Geld, die sie mit ihrem Job in absehbarer Zeit nicht haben kann. Manchmal lässt sie gutes Fleisch für einen sehr viel billigeren Preis mitgehen, was langsam auch einem Mitarbeiter auffällt. Ralf, ein Mitarbeiter, ist sehr erbost darüber, dass er nicht mehr Filialleiter ist und nur noch die Stellvertretung sein darf. Aus diesem Grund heckt er den Plan aus den Fleischtransporter kurz vor Silvester zu entwenden und mit dem Fleisch Profit zu machen und möchte Carolines Unterstützung dafür.


Eigene Meinung

Die Inhaltsangabe stimmt so nicht ganz, denn eine Liebesgeschichte kommt hier kaum vor. 
Caroline ist eine sympathische Protagonistin, die ziemlich unzufrieden ist mit ihrem Leben. Sie kennt sich durch ihren Vater, der exzellent kochen kann, gut mit Essen und der Zubereitung aus und möchte nicht nur Fleisch an der Theke verkaufen. Als sie dabei ertappt wird, wie sie teures Fleisch für sich selbst günstiger verkauft, wird der Plan geschmiedet den Lieferwagen zu klauen, um Geld zu machen. Dabei ist sie sehr skeptisch, denn sie hat große Angst, dass der Plan schief geht. Nebenbei lernt sie noch Bente und ihren Sohn Hannes kennen, mit denen sie sich sehr gut versteht und bald öfters bei ihnen zuhause ist. Schlussendlich geht der Coup nicht ganz so glatt über die Bühne, weshalb sie von ihrer Chefin zum Psychologen geschickt wird. Dort lernt der Leser, dass Caroline eine schwierige Kindheit hatte und den Tod ihres Bruders schlecht aufgearbeitet hat. Im Laufe der Geschichte wird das Verhältnis zu ihrer Mutter besser und sie kann zum Schluss hin sogar Carolines Tapas gemeinsam mit Bente eröffnen.
Bei diesem Buch hat mir nicht gefallen, dass zu Beginn durch die Inhaltsangabe die Illusion vermittelt wird, dass es sich um eine Liebesgeschichte handeln. Die Liebe kommt hier kaum vor. Es geht mehr darum, wie Carolines Leben ausschauen wird. Zu Beginn findet man Caroline ziemlich sympathisch und nach einer Weile denkt man sich nur noch, dass es die Prinzessin auf der Erbse ist, die nicht so ganz für ihre Fehler einstehen kann. Es ist an sich schon ein interessantes Buch, aber es fehlt die Tiefsinnigkeit darin, die die Tragik ihrer psychischen Problem greifbar machen. Dennoch gibt es einige humorvolle Stellen, bei denen man doch schmunzelt und sich über den weiteren Verlauf der Geschichte freut.
Bad bitch hat es bad cop gezeigt (S. 160)


Bewertung


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