Donnerstag, 14. Dezember 2017

REZENSION zu Boy in a White Room

Information zum Buch

Titel: Boy in a White Room


Autor: Karl Olsberg
Seitenzahl: 288
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-8780-5
Preis: 14,95 €




Inhalt

Komplett alleine. Alles ist weiß. So schaut es für Manuel aus, als er in seinem weißen Raum aufwacht. Dort ist einzig nur Alice, die für Advanced Language Interpretation Counseling Extension. Alice ist sein Weg, um sich zu informieren, denn sie kann ihm mit ihrer künstlichen Intelligenz behilflich sein sich zu erinnern, wer er ist. Er weiß nämlich nicht, wer er ist und warum er in diesem weißen Raum ist. 


Eigene Meinung

Auf Empfehlung hin habe ich dieses Buch gelesen und ich bin wirklich sehr froh, dass ich auf diesen Rat gehört habe. Philosophie und auch Psychologie sind sehr spannende Themen meiner Meinung und ich finde es auch jedes Mal schön etwas darüber zu lesen.
Zu Beginn befindet sich Manuel - ohne jegliche Erinnerungen an sein Leben - in einem leeren weißen Raum. Ganz allein Alice ist anwesend, die ihm aber keine brauchbaren Informationen gibt. Es ist ein bisschen so, als würde man sich mit Siri oder Alexa unterhalten. Eine ziemlich lustige Unterhaltung also.
Später trifft er auf seinen Vater Henning Jaspers und erfährt, dass er lebensgefährlich bedroht wurde, als er entführt werden sollte. Nun ist sein Geist nicht mehr mit seinem Körper verbunden und er befindet sich in einem Koma.
Langsam findet er durch die Eyestream Kameras mehr über das echte Leben heraus und erfährt, dass er eigentlich eine Schwester namens Julia hat, die er aber nach seinem Vater gar nicht hat.
Damit er dieser Frage nicht nachgehen kann, darf er nicht mehr seine Drohne benutzen und verliert die Möglichkeit mit Julia und ihrer Freundin in Kontakt zu treten. Außerdem darf Pieter, seine Kontaktperson, die für ihn Kamera spielt, nicht mehr mit irgendjemandem reden in seinem Auftrag.
Das ist irgendwie höchst merkwürdig, denn ein Vater versucht das Beste für seine Kinder zu ermöglichen und dieser schränkt Manuel ein und versucht um jeden Preis, dass sein Sohn in dem Nachbau von Mittelerde leben wird und das echte Leben vergisst.
In diesem Buch erlebt man hautnah mit, mit welchen Entscheidungen Manuel zu kämpfen hat und ständig sich fragt, wer bin ich und warum passiert das mit mir? Diese Fragen sind zwei philosophischen Fragen, die man im Laufe seines Lebens sich doch öfters stellt und die Umsetzung in diesem Buch finde ich wirklich sehr gut. Viel Spaß bei dem Lesen dieses Buches. Es lohnt sich wirklich.
"Der Hund beißt nicht die Hand, die ihn füttert." (S. 152)
"Mittelerde? Das müsste ja zwischen Untererde und Obererde liegen. Aber da liegt es nicht, ich kenne mich da aus!" (S. 234)

Bewertung


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