Freitag, 24. November 2017

REZENSION zu Jeden Tag gehörst du mir

Information zum Buch

Titel: Jeden Tag gehörst du mir
Originaltitel: Killing Kate


Autor: Alex Lake
Seitenzahl: 432
Verlag: Harper Collins
ISBN: 978-3-95967-136-1
Preis: 12,00 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und dem Autor Alex Lake für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

In ihrer Heimat Stockton Heath gibt es der Reihe nach Morde an Frauen, die alle Kate ähnlich sehen. Deshalb hat Kate auch sehr große Angst in ihrem Haus alleine zu leben, nachdem sie sich von ihrem Freund Phil getrennt hat. Die Frauen haben alle einen Irish Look: lange glatte dunkle Haare, helle Haut und dunkle Augen. Aus diesem Grund verändert Kate ihr Aussehen in kurze rote Haare und grüne Augen mithilfe von Kontaktlinsen. Sie versucht nach der Trennung auf Dates auszugehen und probiert auch Online Dating aus, aber im Hinterkopf hat sie immer noch die Befürchtung, dass sie einen Mörder datet.


Eigene Meinung

Man kann sich wunderbar in dieses Buch einlesen und der Anfang ist auch gleich spannend, denn in den ersten Seiten wird schon berichtet, dass es einen Mord an einer Frau gibt. In diesem Zeitraum ist sie gerade in der Türkei und möchte in ihrem Urlaub ihre Trennung verarbeiten. Dabei lernt sie gleich Mike kennen, der aber Anstand bewiesen hat und ihren betrunkenen Zustand nicht für einen One-Night-Stand ausgenutzt hat. Zufällig wohnt ihre Urlaubsbekanntschaft auch in ihre Nähe. Gleich nachdem sie zurück aus ihrem Urlaub ist und die zweite ermordete Frau ihr ähnlich sieht, beschließt sie ihr Aussehen zu verändern und die Gefahr dadurch hoffentlich zu minimieren. Allerdings glückt ihr das nicht. Im Laufe des Buches sieht sie Mike wieder öfter und fängt auch an ihn zu daten. Währenddessen kann ihr Ex Phil sie aber nicht vergessen und meldet sich immer wieder bei ihr. Eines Tages hat sie aber das Gefühl, dass ihr der Serienmörder trotzdem auf der Lauer ist und alarmiert prompt die Polizei. Wegen des merkwürdigen Verhalten Phils wird er zum Hauptverdächtigen und Kate weiß nicht, dass sie wirklich guten Kontakt mit dem Serienmörder führt, der sich an sie rächen möchte. Mir gefällt die Idee, dass der Serienmörder alles inszeniert, um sich an Kate zu rächen und unbemerkt von der Bildfläche schleichen zu können. Auch gibt es zweimal einen Einblick in die Vergangenheit, die die Motive des Täters nachvollziehbarer machen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber ich hab den Mörder zu schnell entlarvt. Trotzdem kann ich das Buch nur jedem wärmsten empfehlen.

Bewertung


Donnerstag, 23. November 2017

REZENSION zu Nur noch ein einziges Mal

Information zum Buch

Titel: Nur noch ein einziges Mal
Originaltitel: It ends with us


Autor: Colleen Hoover
Seitenzahl: 416
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-74030-2
Preis: 14,95 €




Inhalt

Die Vergangenheit mit Atlas konnte Lily nie so ganz vergessen und hinter sich zurücklassen. Tief in ihrem Herzen wird er immer einen Platz einnehmen und ein häufiger Satz, den er gesagt hatte, war "in Boston ist alles besser" und mit diesem Satz beschließt sie zu ihrem Studium nach Boston umzuziehen. Vor allem weil es in ihrer Familie nicht so harmonisch läuft wie bei anderen, denn ihr Vater ist gewalttätig und dadurch wird ihre Mutter des öfteren Opfer von häuslicher Gewalt. Eines Tages lernt sie Ryle kennen und sieht in ihm manchmal ihren eigenen Vater, aber aber sie kann sich das nicht eingestehen.


Eigene Meinung

Bei der Lesung von Colleen Hoover letztes Jahr war ich ziemich neidisch auf diejenigen, die dieses Buch schon auf Englisch gelesen hatten und geschwärmt hatten. Ich muss sagen, dass ich es sehr schön finde, dass das Cover mal eins zu eins übernommen wurde.
Das Buch behandelt ein ernstes Thema, nämliche häusliche Gewalt.
Zu Beginn des Buches erkundet Lily eine Dachterrasse in Boston und lernt dabei nach der Beerdigung ihres Vaters zufällig Ryle kennen. Sie ist zwar sehr fasziniert von ihm und er auch von ihr, aber sie können keine Beziehung eingehen, weil sie zu unterschiedliche Ansichten haben. Aber durch das kurze Gespräch mit Ryle wurde Lily dazu angespornt ihren Traum eines Blumenladens zu verwirklichen. Mithilfe seiner Schwester wird ihr Laden auch zum vollen Erfolg und es ist auch gleichzeitig der Grund weshalb sie Ryle wiedersieht.
Das erste Date mit Ryle endet damit, dass sie ihre erste Liebe im Restaurant wiedersieht, aber sie kann trotzdem eine Beziehung mit Ryle eingehen. Diese ist auch sehr harmonisch bis Ryle einen Aussetzer hatte und sie schlägt. Auch wenn sie sich vorgenommen hatte nicht so zu sein wie ihre Mutter, die die Schläge ihres Vaters hingenommen hat anstelle sich zu trennen, kann sie Ryle nicht verlassen, als er Reue zeigt. Danach benimmt er sich besser denn je und die beiden heiraten sogar. Allerdings ändert sich die Situation auch wieder kurz nach ihrer Heirat, dass sie doch wieder Kontakt mit Atlas aufnimmt. Mich stört an diesem Buch, dass sie nach einigen Schlägen anders als ihre Mutter immer noch nicht von ihrem Mann wegkommen kann und sich trennt. Klar ist es schwer, denn man hat Gefühle füreinander, aber ihr Entschluss gerät schon ziemlich ins Wanken, wenn er sie nur küsst und davor predigt sie ständig, dass sie anders als ihre Mutter handeln würde. Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und fand es ist auch einfach zu amüsant, dass ein Freund einfach eine Werbeeinblendung gestaltet und Werbung für ein Produkt dermaßen anwirbt.
"Die Touristen behandeln dich wie eine Einheimische und die Einheimischen behandeln dich wie eine Touristin." (S. 18)
"Willst du mir allen Ernstes erzählen, dass du bei meinen sämtlichen neunundzwanzig Nachbarn geklingelt hast, um mich zu finden?" (S. 81)
"Pflanzen und Menschen. Pflanzen müssen auf die richtige Art geliebt werden, um zu überleben. Menschen auch." (S. 120) 
"Und wenn ich dir verspreche, dass wir irgendwann auf die traditionelle Methode ein Baby bekommen, statt uns eins in Vegas zu kaufen?" (S. 248)


Bewertung


Mittwoch, 22. November 2017

REZENSION zu Der Himmel in deinen Worten

Information zum Buch

Titel: Der Himmel in deinen Worten
Originaltitel: Letters to the Lost


Autor: Brigid Kemmerer
Seitenzahl: 352
Verlag: Harper Collins
ISBN: 978-3-499-29170-8
Preis: 16,00 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und der Autorin Brigid Kemmerer für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter schreibt Juliet ihr trotzdem weiterhin Briefe, aber hinterlässt diese am Grab. Declan Murphy wurde zum Sozialdienst gezwungen und dabei muss er den Rasen am Friedhof mähen. Dabei findet er den Brief an Juliets Mutter und antwortet mit wenigen Worten zurück. Juliet regt sich zunächst sehr darüber auf und findet es unverschämt, dass es jemand wagt ihr auf ihren persönlichen Briefen an ihre Mutter zu antworten. Mit der Zeit findet sie aber Gefallen daran, dass sie einen Gleichgesinnte gefunden hat und die beiden tauschen sich mit geheimen Email Adressen aus anstatt per Briefen, denn diese wurden leicht durchnässt vom Regen.

Im echten Leben kennen sich Juliet und Declan auch von der Schule, aber haben kaum miteinander zu tun. Declan ist der Ausgestoßene, denn er ist vorbestraft und hängt nur in einsamen Ecken herum und Juliet ist meistens mit ihrer besten Freundin unterwegs. 

Eigene Meinung

Das Cover drückt die Anfangssituation zwischen den beiden sehr gut aus, denn zu Beginn schreiben Juliet und Declan einander Briefe und hinterlassen sie am Grab von Juliets Mutter. Beide haben nicht gedacht, dass sie die Unterhaltung und ihre intimsten Gedanken jemals fortführen würden. Schließlich kennen sie sich gar nicht und es ist sehr merkwürdig einem Fremden etwas zu gestehen. Juliet hat den Tod ihrer Mutter immer noch nicht ganz verarbeitet und ihre beste Freundin Rowan und ihre Lehrer können das ganz nicht nachvollziehen und bedrängen sie deshalb auch sehr. Seit dem Tod kann sie auch keine Kamera anfassen, weil ihre Mutter Fotografin war und die Fotografie sie viel zu sehr an ihre Mutter erinnert. Die Gedanken, die sie am meisten beschäftigen, kann sie aber keinem anvertrauen außer Declan alias The Dark, weshalb sie endlich irgendwo ihre Gefühle und Gedanken frei heraus sagen kann und ihm geht es genauso. Nur Cemetery Girl konnte er seine ganze Familiengeschichte erzählen. Das hat er nicht einmal bei seinem besten Freund geschafft.
Das Buch ist unfassbar gut geschrieben, dass einem bei emotionalen Stellen sogar die Tränen fließen lassen und man möchte es am liebsten gar nicht mehr weglegen. Man lernt dadurch auch, dass manche Dinge doch gesagt werden müssen, aber man muss nur die richtige Ansprechperson dafür finden. Es macht Hoffnung selbst in den aussichtslosesten Situationen wieder glücklich werden zu können. Ich kann das Buch nur jedem wärmsten empfehlen, der nichts gegen eine süße Liebesgeschichte nichts hat. 
"Versuchst du, damit irgendetwas auszudrücken?" "Ja. Ich will damit ausdrücken, dass es kalt ist." (S. 173)

Bewertung