Donnerstag, 14. Dezember 2017

REZENSION zu Boy in a White Room

Information zum Buch

Titel: Boy in a White Room


Autor: Karl Olsberg
Seitenzahl: 288
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-8780-5
Preis: 14,95 €




Inhalt

Komplett alleine. Alles ist weiß. So schaut es für Manuel aus, als er in seinem weißen Raum aufwacht. Dort ist einzig nur Alice, die für Advanced Language Interpretation Counseling Extension. Alice ist sein Weg, um sich zu informieren, denn sie kann ihm mit ihrer künstlichen Intelligenz behilflich sein sich zu erinnern, wer er ist. Er weiß nämlich nicht, wer er ist und warum er in diesem weißen Raum ist. 


Eigene Meinung

Auf Empfehlung hin habe ich dieses Buch gelesen und ich bin wirklich sehr froh, dass ich auf diesen Rat gehört habe. Philosophie und auch Psychologie sind sehr spannende Themen meiner Meinung und ich finde es auch jedes Mal schön etwas darüber zu lesen.
Zu Beginn befindet sich Manuel - ohne jegliche Erinnerungen an sein Leben - in einem leeren weißen Raum. Ganz allein Alice ist anwesend, die ihm aber keine brauchbaren Informationen gibt. Es ist ein bisschen so, als würde man sich mit Siri oder Alexa unterhalten. Eine ziemlich lustige Unterhaltung also.
Später trifft er auf seinen Vater Henning Jaspers und erfährt, dass er lebensgefährlich bedroht wurde, als er entführt werden sollte. Nun ist sein Geist nicht mehr mit seinem Körper verbunden und er befindet sich in einem Koma.
Langsam findet er durch die Eyestream Kameras mehr über das echte Leben heraus und erfährt, dass er eigentlich eine Schwester namens Julia hat, die er aber nach seinem Vater gar nicht hat.
Damit er dieser Frage nicht nachgehen kann, darf er nicht mehr seine Drohne benutzen und verliert die Möglichkeit mit Julia und ihrer Freundin in Kontakt zu treten. Außerdem darf Pieter, seine Kontaktperson, die für ihn Kamera spielt, nicht mehr mit irgendjemandem reden in seinem Auftrag.
Das ist irgendwie höchst merkwürdig, denn ein Vater versucht das Beste für seine Kinder zu ermöglichen und dieser schränkt Manuel ein und versucht um jeden Preis, dass sein Sohn in dem Nachbau von Mittelerde leben wird und das echte Leben vergisst.
In diesem Buch erlebt man hautnah mit, mit welchen Entscheidungen Manuel zu kämpfen hat und ständig sich fragt, wer bin ich und warum passiert das mit mir? Diese Fragen sind zwei philosophischen Fragen, die man im Laufe seines Lebens sich doch öfters stellt und die Umsetzung in diesem Buch finde ich wirklich sehr gut. Viel Spaß bei dem Lesen dieses Buches. Es lohnt sich wirklich.
"Der Hund beißt nicht die Hand, die ihn füttert." (S. 152)
"Mittelerde? Das müsste ja zwischen Untererde und Obererde liegen. Aber da liegt es nicht, ich kenne mich da aus!" (S. 234)

Bewertung


Mittwoch, 6. Dezember 2017

REZENSION zu Gut geplant ist halb verliebt

Information zum Buch

Titel: Gut geplant ist halb verliebt
Originaltitel: For Better or Worse


Autor: Lauren Layne
Seitenzahl: 336
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-95649-775-9
Preis: 9,99 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und der Autorin Lauren Layne für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Heather zieht nach New York um, damit sie ihrem Traum Hochzeitsplanerin einen Schritt näher kommen kann. Schließlich hat sie sich zu einer Assistenzplanerin hochgearbeitet und zieht in das Appartement 4C bezogen. Ihr Nachbar ist aber der Playboy-Musiker Josh Tanner aus 4A, der ständig mitten in der Nacht E-Gitarre spielt und sie aus ihren Träumen weckt. Vor allem samstags werden Hochzeiten veranstaltet, weshalb Heather am Wochenende ihren Schlaf benötigt, aber ihr Nachbar hält sich einfach nicht an die Hausregeln. Die Anziehungskraft zwischen Heather und Josh ist unleugbar, aber durch Heathers Job und Josh Bindungsangst kann einfach nichts zwischen ihnen entstehen.


Eigene Meinung

Bei diesem Buch könnte man sich jetzt denken, wieso sollte ich es lesen, wenn ich sowieso schon das Ende kenne? Aber ich muss wirklich sagen, dass es sich gelohnt hat. Sehr viele Mädchen träumen von ihrer Traumhochzeit und auch in vielen Filmen wird das thematisiert. Da ist es sehr schön, dass man in diesem Buch, dass Heather eine Hochzeitsplanerin sein möchte und dafür sorgen möchte, dass alle Bräute bei Wedding Belles ihre Traumhochzeit bekommen. Dafür muss man sich lange vorbereiten. Schließlich muss man das Catering, Blumen, Band/DJ, etc. seit einem längeren Zeitraum vorbereiten und zu organisieren. Heather ist mit der Organisation bei Leib und Seele dabei und steht vor dem nächsten Schritt endlich zu einer Hochzeitsplanerin befördert zu werden. Die Hochzeit von Danica Robinson soll ihr dabei verhelfen, denn sie darf diese Hochzeit komplett alleine planen. Diese Braut ist gar nicht bei der Sache und lässt Heather alles alleine entscheiden. Mithilfe ihres neuen Nachbars und Danicas Exfreund kann sie schließlich doch die Hochzeit mehr so einrichten, wie es Danica gefallen könnte. Je länger sie Zeit mit Josh verbringt, desto weniger kann sie nachvollziehen, warum die beiden mal zusammengewesen waren und fängt an ihn immer mehr zu mögen. Die Freundschaft wird zwischen den beiden sogar so gut, dass sie an Thanksgiving zu ihm nach Hause eingeladen wurde. Nach diesem Erntedankfest fangen beide an eine Affäre zu führen, weil die Anziehungskraft einfach viel zu groß ist. Das ist eine Wende, die man zu Beginn schon vorher geahnt hat.
Schlussendlich muss ich sagen, dass das Buch wirklich sehr wundervoll geschrieben wurde und ich das Buch sehr mag.

Bewertung


Dienstag, 5. Dezember 2017

REZENSION zu Darf's ein bisschen Glück sein?

Information zum Buch

Titel: Darf's ein bisschen Glück sein?
Originaltitel: Blush For Me


Autor: Kristen Proby
Seitenzahl: 368
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-95649-766-7
Preis: 9,99 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und der Autor Kristen Proby für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Eigentlich wollte Kat wider willen nur auf eine Weinverkostung in Kalifornien sein, denn sie hat panische Flugangst. Bei ihrem ersten Flug sitzt zum Glück Mac, der sie tröstet und eine große seelische Stütze für sie ist und ganz zufällig auch bei dieser Verkostung ist. Deshalb beschließen die beiden einen Sexurlaub gemeinsam zu haben und nach dieser Woche keinen Kontakt mehr zu haben. Allerdings entwickeln beide Gefühle füreinander und versuchen doch eine Beziehung zueinander aufzubauen. Dabei kann die gelernte Psychologin Mac bei seinem Leben helfen und unterstützen und er kann auch für sie da sein.


Eigene Meinung

Dieses Cover ist unfassbar schön und fasziniert so ziemlich jeden Leser. Deshalb würde es mich nicht wundern, wenn viele Leser aus diesem Grund dieses Buch sofort kaufen werden. In meiner Umgebung gehen einige meiner Freundinnen gerne auf Weinverkostungen und deshalb hat mich dieses Buch auch sehr gereizt, denn mich hat es interessiert, wie so eine Verkostung überhaupt funktioniert. Ich wurde auch nicht enttäuscht und hab einen Einblick in Kats Bar bekommen. Allerdings wusste ich bis vor der Veröffentlichung dieses Buch nicht, dass dieses Buch zum Genre contemporary romance nicht und das es deshalb zum Genre Erotikbücher gehört. Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Genre nicht mag. Allerdings hat mich bei diesem Buch der Schreibstil und die Rezepte am Ende dieses Buches so sehr überzeugt, dass ich doch 4 Blumen dafür geben muss. Wer jetzt weniger Probleme hat, dass Sex hier ausführlich behandelt hat, sollte das Buch wirklich lesen oder jemand, der ein großer Fan des Kochens ist.
Nächstes Mal kann ich mich hoffentlich besser informieren, aber ich bereue es nicht dieses Buch gelesen zu haben.
Die Rezepte sind so genial. Vielen lieben Dank dafür. Ich hoffe, dass ich demnächst eine Gelegenheit bekommen werde diese Rezepte auszuprobieren.

Bewertung


"Fusion Reihe" von Kristen Proby:
Band 1: Für Happy Ends gibt's kein Rezept
Band 2: Eine Prise Liebe
Band 3: Darf's ein bisschen Glück sein?

Montag, 4. Dezember 2017

REZENSION zu Royal - Eine Krone aus Alabaster

Information zum Buch

Titel: Royal - Eine Krone aus Alabaster


Autor: Valentina Fast
Seitenzahl: 432
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31682-0
Preis: 9,99 €



Inhalt

Tatyana ist weiter in diesem Wettbewerb und kann Philipps Verhalten nicht nachvollziehen, denn einerseits ist er häufig sehr kalt und abwesend ihr gegenüber, aber andererseits trifft er sich gerne in der Hütte mit ihr und hat Gefühle für sie. In diesem Doppelband geht es weiter mit der Suche nach dem Prinzen und langsam scheiden die Kandidaten aus und nur noch zwei Kandidaten werden noch in diesem Wettbewerb sein.


Eigene Meinung

Nach knapp einem halben Jahr kann ich endlich diesen Doppelband lesen. Ich muss sagen, dass ich am Anfang einigermaßen schwer hinein gekommen bin, denn in der Zwischenzeit habe ich doch einige andere Bücher gelesen und konnte mich nicht mehr so gut an die Geschichte kennen.
Tanya ist genauso sympathisch wie davor und auch das Volk liebt sie sehr. Zu allem Übel für die anderen Kandidatinnen mögen alle vier Anwärter für den Thron sie ebenfalls und sie besitzt ein Geschick mit Waffen umzugehen und natürlich herüberzukommen. Deshalb bekommt sie auch Extraunterricht von Henry, weshalb sie noch mehr Zeit mit ihm verbringen kann, was Philipp gar nicht in den Kram passt. Schließlich haben Philipp und Tatyana beide Gefühle füreinander, aber irgendetwas hält den Herrn davon ab viel Zeit mit Tanya zu verbringen.
Auch die Prüfungen kann Tanya gut bewältigen, weshalb es sehr sicher zu sein vermag, dass sie in die engere Auswahl kommt unabhängig davon, wer der Prinz ist.
Zum Ende des Buches hin wird aufgedeckt, dass wie zu erwarten Philipp der Prinz ist und er wählt schließlich Charlotte und Tatyana. Das tut aber vor allem Tanya weh, denn sie fühlt sich wie die zweite Wahl und ständig vor dem Kopf gestoßen. 
Das Buch endet mal wieder mit einem Cliffhanger und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie diese Reihe enden wird.
"Die meisten Menschen spüren, wenn man ihnen etwas vormacht." (S. 109)

Bewertung


"Royal Reihe" von Valentina Fast
Band 2: Royal - Ein Königreich aus Alabaster

Mittwoch, 29. November 2017

REZENSION zu Aquila

Information zum Buch

Titel: Aquila


Autor: Ursula Poznanski
Seitenzahl: 432
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-8613-6
Preis: 16,95 €



Inhalt

Nika kann sich an die letzten beiden Tagen nicht mehr erinnern. Ihr Handy, Pass und ihr Schlüssel. Alles ist verschwunden genauso wie ihre Mitbewohnerin Jenny. Die Studentin in Siena wacht mit einem Blackout in ihrem verschlossenen Zimmer auf und findet in ihrer Hosentasche einen Zettel, den sie nicht versteht. Kurz darauf kommt der Verdacht der Polizei, dass Nika ihre Mitbewohnerin getötet hat und möchte sie verhaften. Dank des charmanten Italiener Stefano kann sie ihren Zettel größtenteils entziffern und kann sich dadurch Teile dieser zwei Tage erinnern.


Eigene Meinung

Demnächst befindet sich Ursula Poznanski auf der Lesung in meiner Nähe und ich hatte gehofft, dass ich es schaffe das Buch bis dorthin zu lesen.
Gleich zu Beginn kann man die Situation Nikas nachvollziehen, denn man ist komplett orientierungslos und hat absolut keine Ahnung, was passiert. Die Handlung spielt in Siena, das in der Toskana liegt, und deshalb kommen auch italienische Brocken vor. Ich hab ein winziges bisschen Kenntnisse im Italienischen und fand es sehr sehr schön, dass Italienisch in diesem Buch gesprochen wird, weil Nika in Italien studiert.
Die Story ist mysteriös und bis zum Schluss findet man nicht heraus, weshalb und wer Jenny getötet und die noch größere Frage, die sich einem seit Beginn des Buches stellt, warum hat die Protagonistin einen Gedächtnisverlust erlitten?
Mit der Zeit stellt sich heraus, dass Jenny weit aus aggressiver ist, als zunächst gedacht und Nika die Schuld für einen Mord in die Schuhe schieben wollte. Die Beweise hat sie so inszeniert, dass die Polizei Nika überführen würde anstatt ihr, aber dank des wirren und verschlüsselten Zettel kann Nika doch ihr Gedächtnis zurückerlangen und etwas Licht ins Dunkeln bringen. Allerdings will ich gerade noch nicht zu viel vorwegnehmen.
Das Buch ist eines der einprägsamsten Bücher von Ursula Poznanski gewesen, die ich gelesen habe und entgegen anderer Meinungen hat mir das Buch sehr gut empfohlen. Ich freue mich schon sehr auf die kommende Lesung und auf das, was sie dazu erzählen wird.
"Er macht das immer abwechselnd, weißt du? Trinken, entziehen, trinken, entziehen." (S. 141)

Bewertung

Montag, 27. November 2017

REZENSION zu Ich, Eleanor Oliphant

Information zum Buch

Titel: Ich, Eleanor Oliphant
Originaltitel: Eleanor Oliphant is Completely Fine


Autor: Gail Honeyman
Seitenzahl: 528
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-431-03978-8
Preis: 20,00 €



Inhalt

Eleanor Oliphant ist komplett anders als andere gewöhnliche Menschen. Sie ist eine Einzelgängerin und ist den häufigen und engen Kontakt zu Menschen nicht gewohnt. Selbst bei ihrer Arbeit bleibt Eleanor allein, denn sie findet es einfacher selbstständig zu arbeiten und keine sozialen Kontakte knüpfen. Der Umschwung kommt, als sie sich in einen Musiker verliebt und sie sich doch mehr um andere Menschen kümmert und um ihr Aussehen.


Eigene Meinung

Das Buch ist wunderbar sarkastisch und auch selbstkritisch. Es ist schon fast richtig süß, dass Eleanor so naiv in manchen Situation reagiert. Einfach weil sie alles wörtlich nimmt und nicht gewohnt ist, wie die Umwelt ist.
Der Schreibstil lässt einen sehr flüssig das Buch lesen und nach anfänglichen Schwierigkeiten fängt man doch an Eleanor zu mögen und verzweifelt ein bisschen mit ihr mit. Beispielsweise nachdem sie sich umgestylt hat, um auf das Konzert ihres Musikers zu gehen, aber das Konzert einfach schon ausverkauft war oder die Naivität, dass es Schicksal ist, dass beide im selben Supermarkt einkaufen gehen.
Gespickt ist die Story mit Twitter Einträgen von diesem Musiker, der doch ganz arrogant ist und sehr selbstverliebt ist.
Auch eine schwere Thematik wird hier behandelt, nämlich, dass die Protagonistin nicht genug Zuneigung von ihrer Mutter bekommen hat und dadurch Selbstzweifel, starke Unsicherheit und einen Drang danach verspürt ihrer Mutter alles recht zu machen.
Als sie sich mit Raymond, der auch in ihrer Arbeitsstelle arbeitet, anfreundet, verändert sich ihr Leben und sie fängt an unter die Leute zu gehen, was ich sehr schön finde.
"Du musst dir selbst verzeihen." (S. 488)

Bewertung


Freitag, 24. November 2017

REZENSION zu Jeden Tag gehörst du mir

Information zum Buch

Titel: Jeden Tag gehörst du mir
Originaltitel: Killing Kate


Autor: Alex Lake
Seitenzahl: 432
Verlag: Harper Collins
ISBN: 978-3-95967-136-1
Preis: 12,00 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und dem Autor Alex Lake für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

In ihrer Heimat Stockton Heath gibt es der Reihe nach Morde an Frauen, die alle Kate ähnlich sehen. Deshalb hat Kate auch sehr große Angst in ihrem Haus alleine zu leben, nachdem sie sich von ihrem Freund Phil getrennt hat. Die Frauen haben alle einen Irish Look: lange glatte dunkle Haare, helle Haut und dunkle Augen. Aus diesem Grund verändert Kate ihr Aussehen in kurze rote Haare und grüne Augen mithilfe von Kontaktlinsen. Sie versucht nach der Trennung auf Dates auszugehen und probiert auch Online Dating aus, aber im Hinterkopf hat sie immer noch die Befürchtung, dass sie einen Mörder datet.


Eigene Meinung

Man kann sich wunderbar in dieses Buch einlesen und der Anfang ist auch gleich spannend, denn in den ersten Seiten wird schon berichtet, dass es einen Mord an einer Frau gibt. In diesem Zeitraum ist sie gerade in der Türkei und möchte in ihrem Urlaub ihre Trennung verarbeiten. Dabei lernt sie gleich Mike kennen, der aber Anstand bewiesen hat und ihren betrunkenen Zustand nicht für einen One-Night-Stand ausgenutzt hat. Zufällig wohnt ihre Urlaubsbekanntschaft auch in ihre Nähe. Gleich nachdem sie zurück aus ihrem Urlaub ist und die zweite ermordete Frau ihr ähnlich sieht, beschließt sie ihr Aussehen zu verändern und die Gefahr dadurch hoffentlich zu minimieren. Allerdings glückt ihr das nicht. Im Laufe des Buches sieht sie Mike wieder öfter und fängt auch an ihn zu daten. Währenddessen kann ihr Ex Phil sie aber nicht vergessen und meldet sich immer wieder bei ihr. Eines Tages hat sie aber das Gefühl, dass ihr der Serienmörder trotzdem auf der Lauer ist und alarmiert prompt die Polizei. Wegen des merkwürdigen Verhalten Phils wird er zum Hauptverdächtigen und Kate weiß nicht, dass sie wirklich guten Kontakt mit dem Serienmörder führt, der sich an sie rächen möchte. Mir gefällt die Idee, dass der Serienmörder alles inszeniert, um sich an Kate zu rächen und unbemerkt von der Bildfläche schleichen zu können. Auch gibt es zweimal einen Einblick in die Vergangenheit, die die Motive des Täters nachvollziehbarer machen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber ich hab den Mörder zu schnell entlarvt. Trotzdem kann ich das Buch nur jedem wärmsten empfehlen.

Bewertung


Donnerstag, 23. November 2017

REZENSION zu Nur noch ein einziges Mal

Information zum Buch

Titel: Nur noch ein einziges Mal
Originaltitel: It ends with us


Autor: Colleen Hoover
Seitenzahl: 416
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-74030-2
Preis: 14,95 €




Inhalt

Die Vergangenheit mit Atlas konnte Lily nie so ganz vergessen und hinter sich zurücklassen. Tief in ihrem Herzen wird er immer einen Platz einnehmen und ein häufiger Satz, den er gesagt hatte, war "in Boston ist alles besser" und mit diesem Satz beschließt sie zu ihrem Studium nach Boston umzuziehen. Vor allem weil es in ihrer Familie nicht so harmonisch läuft wie bei anderen, denn ihr Vater ist gewalttätig und dadurch wird ihre Mutter des öfteren Opfer von häuslicher Gewalt. Eines Tages lernt sie Ryle kennen und sieht in ihm manchmal ihren eigenen Vater, aber aber sie kann sich das nicht eingestehen.


Eigene Meinung

Bei der Lesung von Colleen Hoover letztes Jahr war ich ziemich neidisch auf diejenigen, die dieses Buch schon auf Englisch gelesen hatten und geschwärmt hatten. Ich muss sagen, dass ich es sehr schön finde, dass das Cover mal eins zu eins übernommen wurde.
Das Buch behandelt ein ernstes Thema, nämliche häusliche Gewalt.
Zu Beginn des Buches erkundet Lily eine Dachterrasse in Boston und lernt dabei nach der Beerdigung ihres Vaters zufällig Ryle kennen. Sie ist zwar sehr fasziniert von ihm und er auch von ihr, aber sie können keine Beziehung eingehen, weil sie zu unterschiedliche Ansichten haben. Aber durch das kurze Gespräch mit Ryle wurde Lily dazu angespornt ihren Traum eines Blumenladens zu verwirklichen. Mithilfe seiner Schwester wird ihr Laden auch zum vollen Erfolg und es ist auch gleichzeitig der Grund weshalb sie Ryle wiedersieht.
Das erste Date mit Ryle endet damit, dass sie ihre erste Liebe im Restaurant wiedersieht, aber sie kann trotzdem eine Beziehung mit Ryle eingehen. Diese ist auch sehr harmonisch bis Ryle einen Aussetzer hatte und sie schlägt. Auch wenn sie sich vorgenommen hatte nicht so zu sein wie ihre Mutter, die die Schläge ihres Vaters hingenommen hat anstelle sich zu trennen, kann sie Ryle nicht verlassen, als er Reue zeigt. Danach benimmt er sich besser denn je und die beiden heiraten sogar. Allerdings ändert sich die Situation auch wieder kurz nach ihrer Heirat, dass sie doch wieder Kontakt mit Atlas aufnimmt. Mich stört an diesem Buch, dass sie nach einigen Schlägen anders als ihre Mutter immer noch nicht von ihrem Mann wegkommen kann und sich trennt. Klar ist es schwer, denn man hat Gefühle füreinander, aber ihr Entschluss gerät schon ziemlich ins Wanken, wenn er sie nur küsst und davor predigt sie ständig, dass sie anders als ihre Mutter handeln würde. Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und fand es ist auch einfach zu amüsant, dass ein Freund einfach eine Werbeeinblendung gestaltet und Werbung für ein Produkt dermaßen anwirbt.
"Die Touristen behandeln dich wie eine Einheimische und die Einheimischen behandeln dich wie eine Touristin." (S. 18)
"Willst du mir allen Ernstes erzählen, dass du bei meinen sämtlichen neunundzwanzig Nachbarn geklingelt hast, um mich zu finden?" (S. 81)
"Pflanzen und Menschen. Pflanzen müssen auf die richtige Art geliebt werden, um zu überleben. Menschen auch." (S. 120) 
"Und wenn ich dir verspreche, dass wir irgendwann auf die traditionelle Methode ein Baby bekommen, statt uns eins in Vegas zu kaufen?" (S. 248)


Bewertung


Mittwoch, 22. November 2017

REZENSION zu Der Himmel in deinen Worten

Information zum Buch

Titel: Der Himmel in deinen Worten
Originaltitel: Letters to the Lost


Autor: Brigid Kemmerer
Seitenzahl: 352
Verlag: Harper Collins
ISBN: 978-3-499-29170-8
Preis: 16,00 €


Einen lieben Dank an den Harper Collins Verlag und der Autorin Brigid Kemmerer für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter schreibt Juliet ihr trotzdem weiterhin Briefe, aber hinterlässt diese am Grab. Declan Murphy wurde zum Sozialdienst gezwungen und dabei muss er den Rasen am Friedhof mähen. Dabei findet er den Brief an Juliets Mutter und antwortet mit wenigen Worten zurück. Juliet regt sich zunächst sehr darüber auf und findet es unverschämt, dass es jemand wagt ihr auf ihren persönlichen Briefen an ihre Mutter zu antworten. Mit der Zeit findet sie aber Gefallen daran, dass sie einen Gleichgesinnte gefunden hat und die beiden tauschen sich mit geheimen Email Adressen aus anstatt per Briefen, denn diese wurden leicht durchnässt vom Regen.

Im echten Leben kennen sich Juliet und Declan auch von der Schule, aber haben kaum miteinander zu tun. Declan ist der Ausgestoßene, denn er ist vorbestraft und hängt nur in einsamen Ecken herum und Juliet ist meistens mit ihrer besten Freundin unterwegs. 

Eigene Meinung

Das Cover drückt die Anfangssituation zwischen den beiden sehr gut aus, denn zu Beginn schreiben Juliet und Declan einander Briefe und hinterlassen sie am Grab von Juliets Mutter. Beide haben nicht gedacht, dass sie die Unterhaltung und ihre intimsten Gedanken jemals fortführen würden. Schließlich kennen sie sich gar nicht und es ist sehr merkwürdig einem Fremden etwas zu gestehen. Juliet hat den Tod ihrer Mutter immer noch nicht ganz verarbeitet und ihre beste Freundin Rowan und ihre Lehrer können das ganz nicht nachvollziehen und bedrängen sie deshalb auch sehr. Seit dem Tod kann sie auch keine Kamera anfassen, weil ihre Mutter Fotografin war und die Fotografie sie viel zu sehr an ihre Mutter erinnert. Die Gedanken, die sie am meisten beschäftigen, kann sie aber keinem anvertrauen außer Declan alias The Dark, weshalb sie endlich irgendwo ihre Gefühle und Gedanken frei heraus sagen kann und ihm geht es genauso. Nur Cemetery Girl konnte er seine ganze Familiengeschichte erzählen. Das hat er nicht einmal bei seinem besten Freund geschafft.
Das Buch ist unfassbar gut geschrieben, dass einem bei emotionalen Stellen sogar die Tränen fließen lassen und man möchte es am liebsten gar nicht mehr weglegen. Man lernt dadurch auch, dass manche Dinge doch gesagt werden müssen, aber man muss nur die richtige Ansprechperson dafür finden. Es macht Hoffnung selbst in den aussichtslosesten Situationen wieder glücklich werden zu können. Ich kann das Buch nur jedem wärmsten empfehlen, der nichts gegen eine süße Liebesgeschichte nichts hat. 
"Versuchst du, damit irgendetwas auszudrücken?" "Ja. Ich will damit ausdrücken, dass es kalt ist." (S. 173)

Bewertung


Montag, 20. November 2017

REZENSION zu Das Glück an Regentagen

Information zum Buch

Titel: Das Glück an Regentagen
Originaltitel: Things to do when it's raining


Autor: Marissa Stapley
Seitenzahl: 304
Verlag: rowohlt
ISBN: 978-3-499-29170-8
Preis: 14,99 €


Einen lieben Dank an den rowohlt Verlag und der Autorin Marissa Stapley für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar


Inhalt

Zurück in Alexandria Bay. Die Heimat von Mae, aber zugleich auch der Ort, an dem ihr so viel Schlimmes geschehen ist. Dort hat sie ihre beiden Eltern verloren sowie ihre große Liebe. Zehn Jahre später erfährt sie erst, warum Gabe eines Morgens einfach weg war und viele Einzelheiten über ihr Leben, die ihr bisher verschwiegen worden sind, um sie zu schützen. Bei dem Inn ihrer Großeltern lernt sie auch, dass ihr Ex gar nicht der Mann ist, den sie kannte. Seine Identität und sein ganzes Leben war gelogen, deshalb zieht sie sich zurück zum Inn in Alex Bay, um alles verarbeiten zu können. 

Eigene Meinung

Zu dem Buch muss man wirklich als allererstes sagen, dass es ein totaler Eyecatcher ist und unfassbar schön ausschaut. Das Buch erinnert an ein glückliches Paar, das gerade seine Zeit zusammen genießt. 
Bei diesem Buch aber weit gefehlt, denn Maes Beziehung ist gerade zerbrochen und sie muss sich erst einmal finden. Wo geht das besser als bei ihren Großeltern die knapp 70 Jahre eine glückliche Beziehung führen? Zumindest denkt sie das, aber in Wahrheit hat ihr Großvater George erst jetzt herausgefunden, dass ihre Mutter Virginia gar nicht sein Kind ist und die Beziehung wird komplett infrage gestellt von ihm. Das sorgt für Spannungen in der Familie, denn es geht soweit, dass George auszieht. Der Großmutter Lilly tut dieser Entschluss sehr weh, denn sie hat ihn sehr geliebt - auch wenn er das gerade nicht denkt -.
Der Exfreund von Mae, Gabe, kehrt ebenfalls zurück nach Alexandria Bay, weil sein Vater Jonah bald sterben wird und von George kontaktiert wurde. Dadurch finden Gabe und Mae auch wieder zueinander, aber das ist der Großmutter ein Dorn im Auge und sie versucht wieder einmal Gabe wegzuschicken wie vor zehn Jahren. Das wusste Mae aber sehr lange nicht und erst jetzt werden langsam die Geheimnisse in ihrer Familie aufgedeckt. Diesmal bleibt Gabe doch standhaft und bleibt dort, denn er ist Maes Stütze nach dem Tod von Lilly und Georges Auszug. Als Mae aber bemerkt, dass sie von ihrem Ex Verlobten schwanger ist, plagen Gabe wieder einmal die Zweifel, ob er gut genug für sie ist nach seiner Familiengeschichte und entscheidet sich ihr Leben zu verlassen, damit es ihr besser geht. Letztendlich kann er doch überzeugt werden, dass es besser ist, wenn die beiden zueinander finden und einander haben.
Das Positive ist, dass es um viele Konflikte in der Familie geht und ans Licht gebracht werden. Mir gefällt auch die äußere Einteilung in drei Teilen sehr gut, dass der Leser das schon von außen erkennen kann. 
Nun zu der Geschichte. Die Story hat mir an sich gefallen, aber es war sehr konfus, denn man wusste am Anfang nicht viel mit den ganzen Namen anzufangen und in welchem Verhältnis sie zu Mae oder Gabe standen. Auch dieser ständige Perspektivenwechsel ist extrem verwirrend, denn man pendelt sich langsam in die Geschichte ein und liest aus einem anderen Blickwinkel. Dafür, dass es ein Debütroman ist, ist er okay, aber ich bin es weniger gewohnt ein verworrenes Buch zu lesen, weshalb meine Bewertung leider weniger gut ausfällt.
"Es ist in Ordnung, Fehler zu machen. Und manchmal passieren einfach schlimme Dinge." (S. 202)

Bewertung